Geschichte
Ab 1925 entstand die Gaswerksiedlung als Ensemble aus 17 Gebäuden, die sich zu einem rund 250 Meter langen, zusammenhängenden Wohnblock fügen. Mit ihrer charakteristischen Backsteinarchitektur knüpften die Architekten Ernst Engelmann und Emil Fangmeyer bewusst an die Bautraditionen der norddeutschen Hansestädte an. Ursprünglich diente die Siedlung als sozialer Wohnraum für die Mitarbeitenden des benachbarten Gaskokerei Betriebs.
Nach der Stilllegung des Industriestandortes in den 1980er-Jahren wurde das Gelände umfassend saniert. Die umliegenden Flächen befinden sich seither im Wandel: Während ein Teil künftig als Standort für ein neues Heizkraftwerk vorgesehen ist, bleiben andere Bereiche als geschützter Naturraum erhalten.
Mit dem Entwicklungsplan für Berlin-Rummelsburg im Jahr 2011 wurde die Grundlage für die Umnutzung der Gaswerksiedlung von Wohn- zu Gewerbezwecken geschaffen. Aufgrund ihres denkmalgeschützten Status und der kleinteiligen Grundrissstruktur bot sich die Transformation in ein Studiohaus für kreative Disziplinen nahezu selbstverständlich an.
Seit 2018 ist die Gaswerksiedlung ein lebendiger Arbeitsort für Musiker:innen, Sound Engineers, bildende Künstler:innen, Filmemacher:innen, Bühnenbauer:innen, Architekt:innen und viele weitere Kreativschaffende. Heute arbeiten, produzieren und vernetzen sich hier über 500 Künstler:innen – und formen gemeinsam einen der größten und vielseitigsten Kreativ Standorte Berlins.
Das Ensemble befindet sich im Besitz der Berliner Energie und Wärme AG und wird von der Gaswerksiedlung Berlin GmbH betrieben.